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11.12.2019 08:49:08


Kirchenzentrum Paulus in Lupfig soll neu gebaut werden

Für den Neubau des Kirchenzentrums Paulus soll auf dem teilweise brachliegenden Grundstück der Röm.-Kath. Kirchgemeinde Brugg in Lupfig ein Gesamtensemble mit attraktiven Aussenräumen geplant werden. Es soll nicht nur weiterhin kirchlichen und öffentlichen Zwecken dienen, sondern neu auch erschwinglichen, architektonisch gehaltvollen Wohnraum umfassen. Der Kredit wurde vor drei Jahren gesprochen, nun wurde der Projektwettbewerb lanciert.

Seit den 90er-Jahren diente eine Baracke als Provisorium für das Gemeindeleben der katholischen Kirche im Birrfeld. Doch nun hat das Paulushaus definitiv das Ende seiner Lebenszeit erreicht. Bereits im Sommer 2016 wurde deshalb an der Versammlung der Röm.-Kath. Kirchgemeinde ein Kredit über 170‘000.- für einen Architekturwettbewerb für ein neues Kirchenzentrum gesprochen. Die gleiche Summe steuert «Faires Wohnen», die kirchliche Wohnbaugenossenschaft der Röm.-Kath. Landeskirche Aargau, bei.

Katholisches Kirchenzentrum für Birr, Birrhard, Lupfig und Mülligen

«Wir wollen ein klares Zeichen setzen und bekennen uns zum Standort des Kirchenzentrums Paulus in Lupfig», sagt Leo Grünenfelder, der für das Ressort Bau zuständige Kirchenpfleger der Kath. Kirchgemeinde Brugg. Das Kirchenzentrum für die vier politischen Gemeinden Birr, Birrhard, Lupfig und Mülligen zeichnet sich seit über 50 Jahren durch seinen ausgeprägten multikulturellen Hintergrund aus. Gottesdienste werden in der Pauluskirche, die weiterbestehen soll, in zahlreichen Sprachen gefeiert. Die Begegnungsräume werden für unterschiedlichste Anlässe sozialer Art genützt.

Für das Projekt haben sich die Kirchgemeinde Brugg und die Wohnbaugenossenschaft «Faires Wohnen» zu einer partnerschaftlichen Bauträgerschaft zusammengeschlossen. Luc Humbel, Delegierter der Wohnbaugenossenschaft «Faires Wohnen» und Präsident der Röm.-Kath. Landeskirche Aargau, sieht das Projekt als Leuchtturm für kirchliches Wirken. «Es ist das erste Projekt dieser Art im Kanton Aargau, das angestossen wird.» Er ist überzeugt: «Durch dieses Projekt entsteht auch Mehrwert für die Öffentlichkeit: Senioren- und Jugendarbeit, das Quartier sowie soziale Institutionen werden profitieren.»

Räume für kirchliche und öffentliche Nutzung plus Wohnungen

Der neue Bau soll zukünftig Räume umfassen, die von Kirche und Öffentlichkeit genutzt werden. Flexibel nutzbare Grundrisse und attraktive Aussenräume bieten sich an für Arbeit und Begegnung – selbst eine Kindertagesstätte soll Platz finden können. Daneben sollen Wohnungen von guter Qualität zu erschwinglichem Preis entstehen. Vorgesehen sind etwa 25 bis 30 genossenschaftliche 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen für Bewohner aus allen Generationen. Auch eine Grosswohnung mit Privaträumen, aber gemeinschaftlicher Küche und Wohnraum – eine Clusterwohnung – ist vorgesehen.

Projektwettbewerb «Kirchenzentrum Paulus mit Wohnen, Lupfig» lanciert

Nun wurde der öffentliche Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Begleitet wird das Verfahren von der Firma Fuhr Buser Partner Bauökonomie AG. Für den «selektiven Projektwettbewerb mit Präqualifikation» müssen sich die Architekten zuerst bei einer Jury bewerben. Diese setzt sich zusammen aus unabhängigen Fachexperten, Vertretern der Gemeinde Lupfig, des Bistums Basel, der kantonalen Denkmalpflege und der Bauträgerschaft. Nur die acht bis zehn besten Teams mit Erfahrung im Bauen von Kirchgemeindehäusern, Wohnungen und in Landschaftsarchitektur werden eingeladen, ihre Pläne und Modelle einzureichen.

Der Zuschlagsentscheid wird im Frühling 2020 zusammen mit dem Jurybericht veröffentlicht. Pläne und Modelle werden der Bevölkerung in einer öffentlichen Ausstellung vorgestellt. Erst dann wird über das weitere Vorgehen entschieden. Das Bauprojekt wird ausgeschrieben, wenn an einer zukünftigen Kirchgemeindeversammlung und Generalversammlung «Faires Wohnen» Projektierungskredite gesprochen sein werden.


Das Paulushuus, die Baracke neben der Pauluskirche, hat ihr Lebensende erreicht.
Das Paulushuus, die Baracke neben der Pauluskirche, hat ihr Lebensende erreicht.
Datum der Neuigkeit 4. Juli 2019

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