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10.07.2020 23:23:32


Die Römisch-Katholische Kirche im Aargau wird grün

Die Bewahrung der Schöpfung ist der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau ein grosses Anliegen. Der Pastoralraum Brugg-Windisch, die Pfarrei Heilige Familie Schöftland, der Pastoralraum Region Lenzburg sowie der Verwaltungs- und Fachstellenstandort der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau an der Feerstrasse 8 in Aarau haben sich in den letzten 18 Monaten intensiv mit dem Umweltmanagementsystem «Grüner Güggel» auseinandergesetzt und Massnahmen zur Verbesserung ihrer Umweltleistung definiert. Mit einer Feier in der Kirche St. Marien in Windisch wurde der Zertifizierungsprozess abgeschlossen und die Urkunde überreicht.

Medienmitteilung

Die Römisch-Katholische Kirche im Aargau wird grün
Zertifizierung mit dem kirchlichen Umweltlabel „Grüner Güggel

Die Bewahrung der Schöpfung ist der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau ein grosses Anliegen. Der Pastoralraum Brugg-Windisch, die Pfarrei Heilige Familie Schöftland, der Pastoralraum Region Lenzburg sowie der Verwaltungs- und Fachstellenstandort der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau an der Feerstrasse 8 in Aarau haben sich in den letzten 18 Monaten intensiv mit dem Umweltmanagementsystem «Grüner Güggel» auseinandergesetzt und Massnahmen zur Verbesserung ihrer Umweltleistung definiert. Mit einer Feier in der Kirche St. Marien in Windisch wurde der Zertifizierungsprozess abgeschlossen und die Urkunde überreicht.

Nicht automatisch werden die Kirchen mit einem Engagement für den Umweltschutz in Verbindung gebracht. Dass aber genau dies eine der Kernaufgaben der christlichen Botschaft ist, wurde am Sonntag, 28. Juni 2020 bei einer Feier in der katholischen Kirche St. Marien in Windisch deutlich. Vier Organisationen wurden im Rahmen eines Gottesdienstes mit dem kirchlichen Umweltlabel „Grüner Güggel“ zertifiziert. Nach einem längeren Validierungsprozess, dem Erstellen eines Umweltberichtes und vielen konkreten Massnahmen erreichen der Pastoralraum Region Brugg-Windisch, der Pastoralraum Region Lenzburg, die katholische Pfarrei Heilige Familie Schöftland und die Römisch-Katholische Kirche im Aargau Verwaltungs- und Fachstellenstandort in Aarau das vorläufige Ziel: die Überreichung der Urkunde mit Plakette.

Eine Frage der Glaubwürdigkeit
In seinen einführenden Worten beschrieb Luc Humbel, Präsident der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau, dass es letztlich um die Glaubwürdigkeit der Kirche gehe – gerade in allen Glaubwürdigkeitskrisen der letzten Monate und Jahre. Ein nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen und eine umfassende Bewusstseinsänderung seien spätestens seit der Umweltenzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus von 2015 aus einem christlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Auch wenn die Römisch-Katholische Kirche im Aargau nun mit dem ersten „Konvoi“ zum Grünen Güggel den Anfang gemacht habe – es sei letztlich ein ökumenisches Anliegen, das sicher weitere Kreise ziehen werde.

Kreativ gestaltete Feier
Im Zentrum des Gottesdienstes in der corona-bedingt mit Abstand gefüllten Marienkirche stand der berühmte Sonnengesang des Heiligen Franziskus von Assisi. Mit farbigen Symbolen, einem kräftig klingenden Bläserensemble und zarten Klängen der Orgel wurde die Feier ansprechend für alle Sinne gestaltet.
Ausserdem hatte der Pastoralraum Region Brugg-Windisch die Kinder im Religionsunterricht zu einem kreativen Projektwettbewerb aufgerufen. So zierten viele Dutzend farbige Güggel auf Papier oder als Skulptur den Kirchenraum und machten sichtbar, wie viele sich bereits mit dem Anliegen auseinandergesetzt haben.

Es braucht das Engagement der einzelnen
In der Schweiz ist die Fachstelle oeku – Kirche und Umwelt für den Zertifizierungsprozess zuständig. Deren Präsidentin Vroni Peterhans zeigte sich in ihrer Laudatio hoch erfreut über die vier ersten kirchlichen Organisationen im Aargau, die die Zertifizierung erreicht haben. „Wir alle wissen, dass gesellschaftliche Veränderungen nicht durch die Massen ausgelöst werden, sondern immer vom Engagement einzelner angestossen wurden“, betonte sie.

Die Bemühungen müssen weitergehen
Mit den Grussworten von zwei Vertreterinnen aus der Politik bekam der Anlass zusätzliches Gewicht. Heidi Ammon, Gemeindepräsidentin von Windisch, zeigte sich sehr erfreut, die katholische Kirche in den Bemühungen ihrer Gemeinde als „Energiestadt“ nun als Partnerin zu haben. Die Kirchgemeinden würden somit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Frau Stadtammann Barbara Horlacher von Brugg erwähnte den ökologischen Fussabdruck, den wir durch Umdenken und bewusstes Handeln verringern müssten. Dass dies nicht einfach sei, beschrieb sie mit dem Stichwort „Knochenarbeit“.
Dieses intensive weitere Bemühen an der Basis wurde auch von weiteren Rednern erwähnt. Nun sei der erste wichtige Schritt getan. Aber es werde immer anspruchsvoller, das Label auch nach aussen zu tragen und die Idee zu verbreiten, so Hans Schilling, Kirchenpflegepräsident der Kirchgemeinde Brugg-Windisch.

Beim anschliessenden Apéro auf dem Kirchplatz war die Freude über die Zertifizierung nach sehr arbeitsintensiven Monaten auf vielen Gesichtern abzulesen. Zur Verabschiedung bekamen alle Gäste ein selbstgezogenes Pflänzchen überreicht – schönes Symbol dafür, dass die „grüne Kirche“ sorgsam weiter gehütet, weiterentwickelt und stark gemacht werden muss.

29.06.2020

Kontakt
Dorothee Fischer-Hollerbach,
Fachperson Kommunikation und Seelsorgerin
Hauserstrasse 18, 5210 Windisch
Mail, Tel. 076 426 04 09

Mehr Informationen zum "Grünen Güggel"

Fotogalerie Zertifizierungsfeier

Fotogalerie Wettbewerb "Grüner Güggel"

Fotos der Feier und des Wettbewerbs «Grüner Güggel» zur freien Verfügung finden Sie hier: https://www.dropbox.com/sh/k03t9tdzz2xh2fb/AAAwXheexLROrQPf0wKdnRQva?dl=0


Ein strahlender Andreas Frei, Umweltberater und Begleiter im Zertifizierungsprozess
 

Dokument 2020-06-30_MM_Zertifizierungsfeier_GG_Windisch.pdf (pdf, 210.2 kB)

Datum der Neuigkeit 30. Juni 2020

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