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Pastoralraum Brugg-Windisch

MM: Lange Nacht der Kirchen - Rückblick

Weiterführende Informationen: http://www.langenachtderkirchen.ch

Im ganzen Kanton Aargau standen am Samstagabend die Kirchentore weit offen. So auch in unserem angehenden Pastoralraum Region Brugg-Windisch. Hier machten die Kirche St. Nikolaus in Brugg und die Pauluskirche im Birrfeld mit. Zusammen mit den reformierten Kirchen und der Chrischonagemeinde stellten sie ein gut durchdachtes Programm auf. Denn mit einer langen Nacht der Kirchen sollte kantonsweit gezeigt werden, wie dynamisch, kreativ, überraschend, laut, aber auch leise Kirche heute sein kann. Diese Aktion sollte auch Menschen ansprechen, die länger keine Begegnung mit der Kirche mehr hatten.

Nachdem um 18.10 Uhr das Kirchengeläut verklungen war, fiel im Eisipark in Brugg der Startschuss für den ökumenisch organisierten Anlass. Erfreulicherweise hatte die Brugger Katechetin Gabi Pollinger mit ihrem Team im Vorfeld den Zuschlag gewonnen, und die erste offizielle Eröffnungsfeier für den ganzen Kanton nach Brugg geholt. Mit Grussworten und Ansprachen der Kirchenpräsidenten der Reformierten und Römisch-Katholischen Landeskirchen (Christoph Weber-Berg und Luc Humbel), Vertretern der kath. und ref. Brugger Kirchgemeinden sowie der Chrischona-Gemeinde begann es.

Fulminant ging es darauf weiter: Ballone in zarten Farben stiegen – begleitet vom Spiel zweier junger Trompeter – in den Abendhimmel, eine feurige Botschaft wurde „entzündet“ und eine fröhliche Gruppe aus dem Kirchenzentrum Brugg-Nord in Riniken begann einen „Freudentanz“, dem sich manche Gäste lachend anschlossen.

400 Anlässe in 80 Kirchgemeinden und Pfarreien standen nun in den nächsten Stunden zur Auswahl – ein riesiges, vielfältiges Programm. Auch die St.-Nikolaus-Kirche lockte mit ihrem Angebot: eine Ausstellung über Flüchtlinge erwartete hier die Gäste, im Beichtstuhl versteckte sich eine Schatzkammer, im Chor erklangen Taizégesänge, an Tischen wurden Holzteile für ein Kreuz bemalt und Kerzen verziert, auf einem meditativen Weg konnte man seine Gedanken sammeln und in einem geheimnisvollen Zelt Märchen hören. Ein riesiger Tisch mitten in der Kirche, wunderbar geschmückt mit Blumen und Kerzen, lud zum Verweilen und einer kleinen Stärkung ein. Die Besucherinnen und Besucher stellten fest: Durch die vielen, liebevoll eingerichteten Stationen in der Kirche hatte sich ein ganz neuer, ungewohnter Raum aufgetan, in dem die Besucherinnen und Besucher sich sichtlich wohl fühlten. Wer Ruhe suchte, setzte sich hin, wer das Gespräch suchte, fand eine Partnerin oder einen Partner.

Gespräche fanden auch im Birrfeld statt, wo Reformierte und Katholische Kirche gemeinsam ein Programm gestalteten. Eine Besucherin meinte dazu sichtlich begeistert: „Wir sind den ganzen Abend am Hin- und Herpendeln zwischen den Kirchen. Das Programm ist so spannend, dass wir gar nicht aufhören können mit Hin- und Herspazieren…“ Zum Glück wurden in den Pausen auch immer wieder kulinarische Leckereien zur Stärkung angeboten. Während in der reformierten Kirche Gesänge, Orgel- und Rapkonzerte auf dem Programm standen, präsentierten in der Pauluskirche kath. Pfarreiangehörige mit Migrationshintergrund ihre Kulturen. Besonders farbenfroh und bewegend war die tamilische Tanzgruppe. Sie stellten mit traditionellen Tänzen aus Sri Lanka Geschichten aus dem Leben Jesu dar. Kath. Kosovo-Albaner erzählten von ihrer alten Heimat und stellten „ihre“ eben erst heiliggesprochene Mutter Teresa szenisch vor. Und Syrisch-Orthodoxe berichteten von ihrer bewegten Geschichte als christliche Minderheit im historischen Zweistromland, die bis zum heutigen Tag von Krieg und Unterdrückung geprägt ist.

Die Events wurden nicht nur im Birrfeld von etwa 130 Menschen und in Brugg von 150 Menschen besucht. Kantonsweit haben über 8000 Menschen gemäss Angaben der Kirchgemeinden und Pfarreien daran teilgenommen. Die Organisatorinnen und Organisatoren sind vom Ansturm überwältigt und hoch erfreut. Auch Seelsorgerin Dorothee Fischer, die den Anlass im Birrfeld mitorganisiert hat, meint: „Der Abend war intensiv zum Vorbereiten, aber es hat sich absolut gelohnt! Die Stimmung der Menschen, die uns besuchten, war sehr gut. Die ökumenische Zusammenarbeit war eine grosse Bereicherung und setzt ein starkes Zeichen nach aussen.“

Dem schliesst sich Gabi Pollinger, die den Startevent und die Events in der St.-Nikolaus-Kirche organisiert hat, an: „Es war ein gelungener Anlass und wir haben Zuspruch bekommen.“ Sie kann es sich gut vorstellen, wieder einmal bei einer solchen Langen Nacht der Kirchen mitzumachen. „Es wäre schön, wenn dann noch mehr Leute kommen würden, die durch Mund-zu-Mund-Propaganda davon gehört haben.

Das Organisationskomitee der Aargauischen Landeskirchen hofft auf eine Wiederholung spätestens in zwei Jahren – dann vielleicht sogar zusammen mit anderen Kantonen.



Weitere Anlässe im Pastoralraum
Errichtungsfeier Pastoralraum:
Der Pastoralraum Region Brugg-Windisch wird am So, 30. Oktober, 9.30 Uhr, im Beisein von Bischof Felix Gmür in der Kirche St. Marien, Windisch, feierlich errichtet.

Flickr-Album - Lange Nacht der Kirchen 2016
Eine Auswahl an Bildern vom 17. September finden Sie hier: https://flic.kr/s/aHskDWZoqe
Lange Nacht der Kirchen 2016
 
Datum der Neuigkeit 21. Sept. 2016

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