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10.04.2020 19:50:13


Jungwacht und Blauring vor Sommerlager

Unzählige Stunden investieren die jungen, motivierten Leiterinnen und Leiter von Jungwacht- und Blauring jedes Jahr in die Vorbereitung der Sommerlager. Schliesslich soll ein tolles Programm die Kinder im Schulalter begeistern. Damit alles in den Lagern und im Schar-Alltag klappt, werden sie begleitet von einem Präses, der im Hintergrund wirkt.

Sämtliche Abläufe wie Anreise, Durchführung von Ausflügen, Essenspläne und die vielen Aktivitäten für Schön- und Schlechtwetterphasen müssen akribisch geplant und schriftlich festgehalten werden. Egal, wie das Thema lautet: Sei es «Plötzlich Fee»; «Irrfahrt zum Olymp» oder «Im Geheimdienst der JuBla». Wie viele Vorbereitungsstunden das insgesamt für die Blauring und Jungwacht Windisch sowie JuBla Schenkenberger bedeutet, ist schwierig abzuschätzen. Tatsache ist, dass schweizweit in der JuBla Jugendliche und junge Erwachsene über drei Millionen Stunden ehrenamtliches Engagement pro Jahr leisten. Damit gestalten sie unsere Gesellschaft aktiv mit und eignen sich wertvolle Kompetenzen an.

 

Präses im Hintergrund

Im Hintergrund der Leiterteams, deren Mitglieder im Durchschnitt um die zwanzig Jahre alt sind, stehen die so genannten «Präsides», in der Einzahl «Präses» genannt. Denn wenn die Planung eines Lagers ansteht, braucht es nicht nur Erfahrung in der Jugendarbeit, sondern auch jemanden, der die Verantwortung für die Kinder zwischen 6 und 15 Jahren mitträgt, allenfalls auch in Krisensituationen die Übersicht behält und dafür ausgebildet ist. In Schinznach-Dorf bei der JuBla Schenkenbergertal ist das Urs Purtschert (48), in Windisch ist für die Jungwacht Fabien Daetwyler (43) und für den Blauring Jonas Elmallawany (32) zuständig. Sie sind von der katholischen Kirchgemeinde Brugg in einem Teilzeitpensum angestellt und haben den offiziellen Auftrag, die Leitungsteams zu beraten, zu begleiten und ihnen bei der Vernetzungsarbeit zu helfen.

 

Dadurch, dass sie in der eigenen Jugend in Jugendvereinen engagiert waren, wissen sie, wo im jugendlichen Überschwang vielleicht einmal über das Ziel hinaus geschossen wird und wie etwas mit dem nötigen Fingerspitzengefühl thematisiert werden kann. Voraussetzung ist Vertrauen, deshalb ist es dem als Religionspädagogen im Pastoralraum Region Brugg-Windisch arbeitenden Fabien Daetwyler wichtig, dass er möglichst an jeder Teamsitzung dabei sein kann. «Es geht nicht ums Dreinreden oder um Vorschriftenmachen, aber manchmal ist es gut, wenn ich einen zusätzlichen Blickwinkel in die Schar einbringen und zeigen kann, welche Konsequenzen ein Entscheid möglicherweise hat. Tendenziell geht es eher darum, zu zeigen, wo Grenzen sind, wenn die eigenen Kräfte überschätzt werden.» Urs Purtschert merkt an, dass das Leitungsteam seinen Präses selber wählen kann. Er sei sich bewusst, dass er abgewählt werden könnte, wenn er allzu unpopulär einwirken würde, sagt er dazu augenzwinkernd.

 

Jungwacht und Blauring sind offen für alle Kinder

JuBla sind Jugendvereine, die offen sind für alle Kinder – egal welchen Glaubens. Ab und zu blitzt die Verbundenheit mit der Kirche deutlich auf: dann etwa, wenn sich die Kinder beim Aufbruch zum Reisesegen in der Kirche von den Eltern und Geschwistern verabschieden. Auch dafür sind die Präsides zuständig: Sie regen eine den Jugendlichen angepasste Auseinandersetzung mit Themen rund um Glauben und Spiritualität an, schaffen Raum für grosse Fragen und fördern Auseinandersetzung mit Werten wie Freundschaft, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

 

Obwohl offiziell die Scharleiter Ansprechpersonen für die Lager sind, stehen den Eltern auch die Präsides als Vertrauenspersonen zur Verfügung. Sie bieten unkompliziert Hand, wenn aus finanziellen Gründen die Teilnahme eines Kindes auf wackligen Beinen steht. Da die Präsides in der Regel während des Lagers vor Ort sind, ist es für Eltern möglicherweise beruhigend zu wissen, dass ein Präses bei Sorgen oder Heimweh die richtigen Worte findet – selbst hierfür sind sie dank ihrer Erfahrung und Ausbildung prädestiniert.

 

Anmeldungen sind noch möglich bis am 30. Juni. Alle Lager beginnen am Samstag, 6. Juli. Der Blauring Windisch www.brwindisch.ch fährt für 14 Tage nach Weissbad (AI), die Jungwacht Windisch www.jwwindisch.ch verbringt zwei Wochen im Zeltlager im bündnerischen Segnas und Jungwacht/Blauring (JuBla) Schenkenbergertal www.jublaschenkenbergertal.org verbringen eine Woche in Grächen im Wallis.


Damit die Sommerlager von Jungwacht und Blauring so gut funktionieren, braucht es sehr viel Vorbereitungsarbeiten im Hintergrund.
Damit die Sommerlager von Jungwacht und Blauring so gut funktionieren, braucht es sehr viel Vorbereitungsarbeiten im Hintergrund.
Datum der Neuigkeit 18. Juni 2019

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