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Pastoralraum Brugg-Windisch

Gegen Diskriminierung - Gottesdienst vor der Kirchentüre

Eine Kirche ohne Diskriminierung, Ungerechtigkeit, Missbrauch und Klerikalismus ist das Herzensanliegen von Elisabeth Lindner und Maria Daetwyler, katholische Pfarreiseelsorgerinnen im Pastoralraum Region Brugg-Windisch. Darum laden sie gemeinsam mit der katholischen Kirche im Aargau am Dienstag, 22. September um 18 Uhr zu einem Gottesdienst vor der Türe der St. Nikolaus-Kirche in Brugg ein.

Frauen in der katholischen Kirche – ein schwieriges Thema. In der Schweiz dürfen Frauen zwar Leitungsfunktionen in Pfarreien und Pastoralräumen übernehmen, sind aber dennoch von entscheidenden Kirchen-Ämtern ausgeschlossen. Ein Skandal, der auch nach jahrzehntelangem Kampf für Gleichberechtigung nicht überwunden ist. „Im Laufe der Jahre habe ich eine Spiritualität des ‚trotzdem‘ entwickelt, die mich nicht aufgeben lässt“, erklärt Elisabeth Lindner, Pfarreiseelsorgerin im Pastoralraum Region Brugg-Windisch. Dass sie immer wieder Mitstreiterinnen und Mitstreiter gefunden habe, sei ein weiterer Faktor, warum sie auch noch nach Jahrzehnten in dieser Kirche die Stimme erhebe gegen Diskriminierung, Ungerechtigkeit, Missbrauch und Klerikalismus.

So war für sie schnell klar, dass sie sich gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Maria A. Daetwyler bei den sogenannten «Magdalenen-Gottesdiensten» vor der Kirchentür engagieren möchte. Lanciert wurde diese aussergewöhnliche Form des Gottesdienstes bereits 2019 von der Fachstelle Bildung und Propstei der römisch-katholischen Kirche im Aargau. Jeweils am 22. eines Monats finden sich Frauen und Männer vor verschiedenen Kirchen im ganzen Kanton zusammen, um gemeinsam zu beten, zu singen, in der Bibel zu lesen und ihrer Hoffnung auf Gleichberechtigung Ausdruck zu verleihen. Warum genau dieses Datum? Der 22. Juli ist in der Kirche der Gedenktag der Hl. Maria Magdalena. Diese Frau, die gemäss der Bibel von Jesus selbst mit der Verkündigung der christlichen Botschaft der Gerechtigkeit für alle Menschen beauftragt wurde, bekam in der ersten Zeit der Kirche den Ehrentitel «Apostelin der Apostel». Später wurde sie von den leitenden Kirchenmännern 2000 Jahre lang verdrängt.

Am Dienstag, 22. September wird nun dieser «Magdalenen-Gottesdienst» um 18 Uhr vor der katholischen Kirche in Brugg stattfinden. Elisabeth Lindner und Maria Daetwyler vom Pastoralraum Region Brugg-Windisch und Bernhard Lindner von der römisch-katholischen Kirche im Aargau hoffen auf eine rege Beteiligung, um dauerhaft, hartnäckig und sicher mit dem Segen der Heiligen Maria von Magdala das Thema präsent zu halten.

Für Medienkontakte und weitere Informationen:

Dorothee Fischer, Fachperson Kommunikation Pastoralraum Region Brugg-Windisch
Tel. 076 426 04 09
dorothee.fischer@kathbrugg.ch


Darstellung von Maria Magdala
 
Datum der Neuigkeit 16. Sept. 2020

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