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Pastoralraum Brugg-Windisch

Geistlicher Impuls für heute

Sich einen Moment des Innehaltens gönnen, sich auf das Wesentliche besinnen in diesen aussergewöhnlichen Zeiten, Nahrung für die Seele bekommen, sich mit anderen Menschen verbinden – dies ermöglichen die geistlichen Impulse. Ab September 2021 jeweils montags und donnerstags finden Sie hier einen neuen Text, verfasst von Mitgliedern aus unserem Pastoralraumteam.
Wir freuen uns, uns so mit Ihnen und vielen anderen verbunden zu wissen!

Impuls für Montag, 24. Januar 2022

Mein Dank-Tagebuch 2022

Ganz unabhängig voneinander habe ich in der Zeitung und dann auch noch im Radio davon gehört, dass es einem aktiv das Glücksgefühl steigert, wenn man sich in regelmässigen Abständen darüber Gedanken macht, wofür man dankbar sein kann! Die Aufforderung ging aber nicht dahin, sich allgemein dankbar zu zeigen. Vielmehr war davon die Rede, aus dem täglichen Allerlei die Sachen zu fischen, die in uns ein Gefühl der Freude oder des Wohlgefallens zu stimulieren vermögen, diese Momente aufzudecken, wahr zu nehmen und dafür zu danken. 

Der Dank kann sich an eine konkrete Person richten. -  Also, wenn mir jemand ein Kuchen bäckt, dann bedanke ich mich dafür. Das ist einfach!

Nicht immer aber ist es einfach, die ‘gebackenen Kuchen’ im Alltag zu finden. Widerstandslos überlassen wir den feinen Geruch dem ‘Bieswind’, der uns mit den täglichen Pflichten und Aufgaben zuweilen ganz schön um die Nase bläst und alle Wohlgerüche mit sich wegfegt. Da war doch was - merkt unser Geist kurz auf - doch das Nächste ist schon da… und husch ist alles Angenehme wie vom Winde verweht! Am Abend sind wir dann müde, mögen nur noch entspannen, schirmen uns von den Gedanken an den vergangenen Tag ab, um auch ja nichts Unangenehmes zu spüren! Bei mir ist das so. Einfach abschalten, vielleicht noch ein wenig lesen oder fernsehen…, dann ins Bett und ja nicht mehr zu viel denken!

Dies ist ein guter Schutz vor Sorgen und Unsicherheiten, die einem den Schlaf rauben könnten. Die Kehrseite der Medaille: ich verunmögliche mir auch die Erinnerung an gelungenes, erfreuliches, duftendes und wohlklingendes!

Das ist sicher Einfach, so habe ich mir also am 1. Januar gesagt. Ab sofort schreibst du täglich 3 erfreuliche Sachen auf, die du erlebt hast und schaust mal, wie sich das anfühlt, dankbar zu sein. Voller Tatendrang nehme ich ein hübsches Heft und einen extra schönen Schreiber für diese erhebende Aufgabe! Und - ich finde nichts, wofür ich wirklich dankbar bin! Vielleicht, dass ich mich gesund fühle... aber das tönt dann irgendwann auch abgedroschen!

So wird mir bald etwas klar: ich kann nicht den ganzen Tag hindurch mir selber nachspringen und am Abend dann an meinem geliebten Pult sitzen und kurz – in derselben Eile wie ich den Tag hindurch gelebt habe – aufschreiben, wofür ich dankbar bin heute. Es lässt sich nur erinnern, was man auch erlebt hat! Freude und Glück geht aber nicht schnell! Das braucht Lebensplatz.

Nun vermute ich: die 2 Glücksexperten von Radio und Zeitung, die wissen, dass ich im Tagesverlauf der Achtsamkeit bedarf, wenn ich ernsthaft am Abend Grund zur Dankbarkeit für erlebte Freuden finden will.

Damit ich mein Tagebuch führen kann, muss ich also den Tag hindurch achtsam sein! Es gibt schönes und erhebendes! Aber es will von mir entdeckt werden. Voller Neugierde verharre ich nun oft und spüre nach und merke: ach, war das schön, - dieser Moment der Sonne auf meiner Haut - das schöne Lied im Radio - das warme und frisch angezogene Bett gestern Abend - der liebevolle Blick meines Mannes…

Mittlerweile muss ich am Abend sondieren!

Drei Sachen, bewusst verdanken. Das will ich ein Jahr lang täglich machen. Und wenn es keine natürliche Person gibt, der ich meinen Dank entgegenrufen kann, dann habe ich ja Gott! ER macht schönes möglich, grosse und kleine Momente, auch an unwirtlichen Orten und in schwierigen Zeiten! In jeder Lebenssituation versteckt sich ein Keim der Freude und der Glücksmöglichkeit. Dieser Keim will gerne von uns entdeckt und kultiviert werden! Darum: nimm dir Zeit für ein DANKE!

Judith Näf, Katechetin


Mit Erde verschmutzte Hände halten einen herzförmigen Kartoffel.
 
Dokumente 2021-12-02_Advent_ein_Kerzlein_brennt_AOe.pdf (pdf, 272.2 kB)
2021-12-06_Nikolaus_CG.pdf (pdf, 148.0 kB)
2021-12-09_Die_Liste_JN.pdf (pdf, 120.8 kB)
2021-12-13_Luziatag_HW.pdf (pdf, 358.0 kB)
2021-12-16_Unbedeutendes_ist_Entscheidendes_DF.pdf (pdf, 166.2 kB)
2021-12-20_Adventgedanken_im_Zugabteil_EL.pdf (pdf, 365.6 kB)
2021-12-23_das_gottliche_Kind_VF.pdf (pdf, 215.8 kB)
2021-12-27_Zwischen_den_Jahren_MDoe.pdf (pdf, 191.1 kB)
2021-12-30_Hoffnung_AAO.pdf (pdf, 288.2 kB)
2022-01-03_Weisses_Blatt_EL.pdf (pdf, 461.7 kB)
2022-01-06_Das_Geschenk_HW.pdf (pdf, 372.3 kB)
2022-01-10_Blickwinkel_VF.pdf (pdf, 220.0 kB)
2022-01-13_wenn_die_Energie_fehlt_CG.pdf (pdf, 420.1 kB)
2022-01-17_Velo-Spiritualitat_DF.pdf (pdf, 281.4 kB)
2022-01-20_David_Goliath_VF.pdf (pdf, 179.4 kB)
2022-01-24_Dank-Tagebuch_JN.pdf (pdf, 866.5 kB)

Datum der Neuigkeit 24. Jan. 2022

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