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Pastoralraum Brugg-Windisch

Jahresthema «Gebet» - Ins Gespräch kommen

Im öffentlichen Raum über das Beten zu reden, gilt als schwierig. Es ist vergleichbar mit der Scheu über die eigenen Finanzen oder über eine persönliche Niederlage zu sprechen. Wie man trotzdem darüber ins Gespräch kommen kann, ist Gegenstand des Jahresthemas «Gebet», dem sich der Pfarreirat Katholischen Kirchenzentrums Brugg-Nord in Riniken 2019 widmet.

«Wie haben wir es denn persönlich mit dem Beten?», fragten sich Seelsorgerin Nicole Macchia und die Mitglieder des katholischen Pfarreirats Brugg-Nord letztes Jahr in einem Vorbereitungswochenende. Sie stellten fest: Kaum jemand weiss vom Anderen, wie er oder sie privat betet und ob überhaupt. Auch weiss man erstaunlich wenig darüber, was selbst Menschen, die man gut kennt, von Gebeten halten. Gerade aufgrund der vielen Fragezeichen schien dem Pfarreirat das Thema deshalb attraktiv und facettenreich. Die Initiatorinnen beschlossen deshalb, sich 2019 intensiv dem Thema «Beten» zu widmen.

Ursprünglich, so Pfarreiratsmitglied Bettina Gartner, hätten sie nicht gedacht, dass sie mit diesem Thema so viele Menschen ansprechen könnten. Tatsächlich erschienen aber an den meisten der bisherigen Anlässe mehr Personen, als sie es für möglich hielten. Sowohl beim Input-Referat über Hiobs «vergebliche» Gebete vom katholischen Priester und Bibelwissenschaftler der Universität Wien, Tobias Häner, der in Riniken einen Teil seiner Ausbildung absolviert hatte, als auch bei der Podiumsdiskussion zu «Macht und Ohnmacht des Gebets» im Brugger Odeon im März, wo 160 Gäste vier Referenten mit teilweise inkompatiblen Haltungen kennenlernten.

 

Der Mensch ist ein Suchender

Seelsorgerin und Ansprechperson für das Kirchenzentrum Brugg-Nord in Riniken, Nicole Macchia, sieht das Interesse für das Thema Gebet als Bestätigung, dass der Mensch ein Suchender ist. Wer sucht, der habe einen Bezug zum Gebet, sagt sie: «Ob du das als Gebet bezeichnest oder als ‹Gedankenbüscheln›, es sprudelt dann am meisten, wo man selber das Thema ist.» Die einen sehen im Gebet die Möglichkeit, mit Gott eine persönliche Beziehung zu pflegen. Andere fragen: «Brauch ich das denn in meinem Leben?» Wieder andere möchten beten, wissen aber nicht wie oder sind verunsichert: «Kann ich es richtig oder falsch machen? Ist es auch eine Art Gebet, wenn ich im Wald spazieren gehe, um nachzudenken, was mir wichtig ist?» Diesen für viele neuen Zugang zum Gebet vermittelte kürzlich am dritten Anlass im Jahresprogramm Naturcoach Vera Casper: Sie gab den Teilnehmenden die Gelegenheit, sich bei einem Naturgang im Wald ganz persönlich auf das Thema einzulassen. In einem geschützten Rahmen erhielten die Teilnehmenden danach Gelegenheit, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Jemand fasste es so zusammen: «Es ist immer jemand da, der mir zuhört, – unabhängig davon, wie lange und wie ausführlich ich spreche.» Jemand anderer berichtete: «Es ist nicht nur ein Monolog, ich bekomme auch eine Antwort, wenn ich mich öffne und hinhöre.» Pfarreiratskoordinatorin Judith Aranya fügt bei: «Der Austausch macht es möglich, andere Visionen kennenzulernen und zu hören, was andere im Gebet erfahren.»

 

Vielfältige Gebetsanlässe

An den verschieden gearteten Anlässen, die der Pfarreirat für 2019 organisiert, gibt es weiterhin Gelegenheit, sich mit dem Gebet auseinanderzusetzen, sich kritisch oder begeistert auszutauschen. Dem Pfarreirat Brugg-Nord ist es wichtig, in Erinnerung zu rufen, dass es viele Traditionen des gemeinsamen Betens in der Region gibt. Im Pastoralraum Region Brugg-Windisch werden verschiedene Formen des gemeinsamen Gebets angeboten: Natürlich in den Gottesdiensten, aber auch beim wöchentlichen Rosenkranz, wie er etwa in Brugg und Windisch gebetet wird. Eindrücklich ist es, wenn Menschen mit verschiedenen Muttersprachen den Rosenkranz beten, wie das im Kirchenzentrum Paulus in Birrfeld einmal im Monat geschieht. Daneben gibt es auch die besinnlichen ökumenischen Abendgebete, die jeden ersten Donnerstag in Brugg eine Auszeit vom Alltag bieten oder die wöchentlichen ökumenischen Taizé-Feiern in Schinznach-Bad und Windisch.

 

Nächste Veranstaltung im Jahresprogramm: Freitag, 24. Mai 2019, 18 bis 23 Uhr: Mit den Füssen beten – mit Thorsten Bunz (ref. Pfarrer), Christine Straberg (ref. Pfarrerin) und Nicole Macchia (kath. Seelsorgerin) in die Nacht hineinpilgern: Vom Kirchlichen Zentrum Lee, über Kirchbözberg bis zum Cheisacherturm.

Weitere Infos und Jahresprogramm zum Thema «Gebet» finden sich hier

 

Weitere Informationen bei

  • Nicole Macchia, Seelsorgerin und Ansprechperson Kath. Kirchenzentrum Brugg-Nord Riniken, Tel. 056 441 88 42, nicole.macchia@kathbrugg.ch
  • Judith Aranya, Koordination Pfarreirat, Kath. Kirchenzentrum Brugg-Nord, Riniken, Tel. 056 442 11 42, judith.aranya@gmail.com

 


Der Pfarreirat vom Kirchenzentrum Brugg-Nord.
Die Organisatorinnen des Jahresprogramms Gebet vom Der Pfarreirat des Kirchenzentrums Brugg-Nord Riniken.

Dokument Programm-Jahresthema_2019-Gebet_Flyer.pdf (pdf, 151.5 kB)

Datum der Neuigkeit 2. Mai 2019

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